30 Jahre nach dem Mauer-Fall:

SED-Diktatur: Ermordete und Entrechtete der DDR nicht vergessen

 

Die AfD im Deutschen Bundestag tritt für einen eigenen Gedenktag für die Opfer der sozialistischen Unrechtsdiktatur in Mitteldeutschland ein. Dazu hat sie jetzt einen Antrag vorgelegt. Die Menschen in der ehemaligen „DDR“ haben nach der Nazi-Diktatur das Pech gehabt, im „falschen“ Teil Deutschlands geboren zu sein. Nach dem braunen Terror mussten sie, eingepfercht von Mauer und Stacheldraht, unter der Brutalität der SED-Diktatur leiden. Wer nicht spurte, verschwand – viele für immer – hinter den Mauern von Bautzen. Menschen wurden an der „Staatsgrenze“ abgeknallt wie Vieh bei einer Treibjagd.

 

Mindestens 140 Menschen starben durch den „Schießbefehl“ so zwischen dem 13. August 1961 und dem 09. November 1989 auf der Flucht vor dem Verbrecher-System im Kugelhagel der Grenzpolizei und der NVA (Nationale Volks-Armee) und ihrer Präzisions-Schützen, die ihre eigenen Landsleute „erlegten“. Auch vor Kinder machte die linke Mörder-Bande nicht halt. Erst 13 Jahre alt ist Lothar Schleusener, und doch schmiedet er schon große Pläne. Mit einem Freund will er Verwandte in West-Berlin besuchen. Seiner Schwester verspricht er, ihr „was Schönes“ mitzubringen, wie sie später erzählt.

 

Weit kommen die beiden Jungen nicht am 14. März 1966. Insgesamt 40 Schüsse feuerte ein Grenzposten auf sie ab, als sie durch den Sperrgraben liefen, beide Kinder starben im Kugelhagel. Lothars Eltern wird mitgeteilt, ihr Sohn sei in Leipzig durch einen Stromschlag gestorben. Der Junge aus Friedrichshain und sein Freund waren nur zwei von neun Kindern unter 16 Jahren, die an der Grenze starben. Die wenigsten von ihnen wollten über die Grenze, sondern oft nur am Spreeufer spielen. Doch der Fluss war Ostgebiet.

 

Die Menschen, denen es nicht vergönnt war, den 09. November 1989, den Tag der Maueröffnung, zu erleben, weil sie das SED-Regime kaltblütig ermordet hatte, dürfen wir nicht vergessen. Lothar Schleusener wäre heute 66 Jahre alt. Wenn er nicht als Kind erschossen worden wäre, hätte er den Traum nach Freiheit seiner Eltern drei Jahrzehnte leben dürfen. Es stünde der Bundesrepublik Deutschland gut zu Gesicht, sich an einem Nationalen Gedenktag überall im Land der Menschen zu erinnern, die ermordet, gefoltert, schikaniert und gedemütigt wurden, nur weil sie sich nach Freiheit sehnten.

 

Dies umso mehr, als dass die SED-Nachfolgeorganisation in Gestalt der Linken scheinbar „reingewaschen“ im Bundestag sitzt. Die politische Verfolgung in der DDR kennt viele Opfer, angefangen bei denen einer politischen Strafjustiz über die Opfer staatlich angeordneter Enteignungen, Vertreibungen und Zwangsadoptionen bis hin zu den Kindern und Jugendlichen, deren Persönlichkeit durch Einweisung in Spezial- und Durchgangsheime sowie in die berüchtigten Jugendarbeitslager gezielt gebrochen werden sollte.

 

Diverse Gesetze dienen der zivilrechtlichen Rehabilitierung und Entschädigung der Opfer der politischen Verfolgung in der DDR. Rehabilitierung und Entschädigung sind wichtig. In unserem Antrag heißt es: „Der Deutsche Bundestag ist sich bewusst, dass die Rehabilitierungsgesetze an vielen Stellen nachgebessert werden müssen, um die rechtliche Aufarbeitung des Unrechts zu erleichtern. 30 Jahre nach dem Mauerfall und der friedlichen Revolution in der DDR ist es aber auch an der Zeit, den Opfern der politischen Verfolgung durch die sozialistische Diktatur in der DDR im Rahmen eines bundesweiten Gedenktags würdig zu gedenken“.

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