Ende Gelände - Elektrisch unterwegs im Winter

Bei wochenlanger Kälte schrumpft Akku-Leistung um 50 Prozent

 

Fördergelder werden nur zögerlich abgerufen, Spitzenmanager glauben in Wirklichkeit nicht an die Zukunft der Elektroautos und jetzt das: In den USA beschwerten sich in der wochenlangen Kältewelle „Tesla“-Fahrer über Akkuproblemen bei ihren Fahrzeugen. Wie das Tech-Portal Mashable berichtet, klagen derzeit viele Tesla-Kunden über die niedrige Reichweite ihrer Fahrzeuge. Kommt ein „Tesla Model X“ beispielsweise bei normaler Witterung auf eine Reichweite von 290 Meilen, kann die Reichweite bei Minusgraden auf gerade mal 120 Meilen sinken. Dann heißt es schnell: Ende Gelände.

 

Doch nicht nur „Tesla“ hat ein Problem mit Minusgraden. Immer wieder berichten Elektroauto-Fahrer von sinkenden Reichweiten bei Kälte. Der ADAC geht davon aus, dass viele Batterien bei Kälte bis zu 50 Prozent ihrer Reichweite einbüßen. Damit sind wir beim Hauptproblem der vielbeschworenen E-Mobilität: Den Batterien.

 

Die Batterien sind nicht nur in der Herstellung der große Schwachpunkt der E-Fahrzeuge. Sie sind auch schwer, teuer und brauchen lange für die Ladung und reichen allenfalls für ein paar hundert Kilometer. Kaum beachtet ist bislang auch die Brandgefahr, auf die das Kieler Institut für Schadensforschung für alle Elektrogeräte mit Lithium-Akkus hinweist. Auch die Gefahr von Engpässen bei der Rohstoffversorgung steigt. Ohne eine ausreichende Versorgung beispielsweise mit Kobalt, Grafit, Lithium oder Mangan wird es keine Zukunftstechnologien „Made in Germany“ geben.

 

Denn völlig Unbeantwortet ist die Frage, wo diese Batterien herkommen sollen, wenn bis 2030 unglaubliche 37 Prozent der in der EU zugelassenen Autos elektrisch und 47 Prozent hybrid (Strom und Verbrennungsmotor) betrieben werden sollen, wie es die Brüsseler Regelungs-Fantasten vorschreiben. Und wer genehmigt die hochriskanten Chemiefabriken in einem Land, wo schon die Genehmigung eines Kleinbetriebs die Strecke eines Behördenmarathons erforderlich macht?

 

Selbst das Institut für Energie und Umwelt in Heidelberg, das der Ökobewegung nahesteht, rechnet vor: „Wenn die angestrebten zehn Millionen Elektroautos gebaut werden, braucht man allein dafür 383 Prozent des weltweit gewonnenen Lithiums und 43 Prozent des Nickels“. Niemand kann also sagen, woher die Rohstoffe kommen sollen, zumal sich China die wichtigen Schürfrechte in Afrika gesichert hat – was auch die chinesische Förderung des Elektroantriebs erklärt.

 

Auch hochrangige Auto-Manager rechnen mit einem Scheitern des Batterieantriebs. Einer anonymen Umfrage unter Top-Managern der Unternehmens-beratung KPMG zufolge, rechnet mehr als die Hälfte (54 Prozent) aller weltweit befragten Manager damit, dass die Verbreitung vollelektrischer Autos an der erforderlichen Ladeinfrastruktur scheitern wird.

 

Der von der Regierung favorisierte Elektroantrieb gaukelt der Bevölkerung Lösungskompetenz vor. Diesen großangelegten Kompetenz-Schwindel erkennen auch immer mehr Bürger. Die staatliche Prämie für den Kauf von Elektroautos in Deutschland stößt bei Privatleuten, Unternehmen und Kommunen nur auf geringes Interesse. Elektroautos sind einfach zu teuer und haben eine zu geringe Reichweite.

 

Die teilweise schicken Exemplare eignen sich allenfalls als trendiges Viert-Mobil in der ansonsten mit Luxus-Fahrzeugen bestückten Millionärs-Garage. Wir, die Alternative für Deutschland, setzen statt auf die die Elektro-Utopie linker Öko-Spinner auf die sogenannten Electrofuels (E-Fuels). Die Zukunft für den individuellen Verkehr kann nur in diesen synthetischen Kraftstoffen liegen. Damit ist eine individuelle und bezahlbare Mobilität erreichbar. Zukunftsweisenden E-Fuels können in jedem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor eingesetzt werden. Damit dürfte die Stigmatisierung des Autos als Umweltsünder ein Ende haben. Die Herstellung großer Mengen liegt im Preis unter einem Euro.

 

Synthetische Kraftstoffe werden im Gegensatz zu Benzin und Diesel nicht aus Erdöl, sondern aus erneuerbarem Strom und CO2 gewonnen. Sie können aber wie Benzin oder Diesel in Verbrennungsmotoren eingesetzt oder diesen beigemischt werden. Dabei handelt es sich um Verbindungen mit Namen wie Oxymethylenether (kurz: OME) oder nOctanol. Diese Verbindungen verbrennen nahezu rußfrei und erlauben es daher, Motoren so zu verbessern, dass sie in der Gesamtbilanz sehr viel weniger CO2 und fast keinen Feinstaub oder Stickstoffoxid emittieren.

 

Hergestellt werden können sie aus verschiedenen Rohstoffen: aus fossilen Quellen und Biomasse, vor allem aber auch aus CO2, Wasser und regenerativ erzeugtem Strom. Statt Unsummen in Programmen zum Ausbau der Elektromobilität zu verplempern, die überdies nicht in Anspruch genommen werden, täte die Bundesregierung gut daran, endlich ihren irrigen E-Auto-Kurs zu ändern und alle Anstrengungen auf die E-Fuels-Technik zu konzentrieren. Nur so sind hunderttausende Arbeitsplätze in der deutschen Automobilindustrie langfristig gesichert.

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