Erst der kleine Finger, dann die ganze Hand…

Asylbewerber lehnen Wohnungsangebot ab – Zu wenig komfortabel

 

Der Volksmund kennt es: Erst der kleine Finger, dann die ganze Hand. Diese Spruchweisheit kommt einem unwillkürlich angesichts einer Nachricht aus Leipzig in den Sinn. Dort haben Asylbewerber die ihnen angebotenen Wohnungen abgelehnt. Die Gründe: Die Wohnung lag ihnen zu weit vom Stadtzentrum entfernt. Das Wohnungsangebot befand sich in der „falschen Etage“. Es gab keinen Aufzug oder die Wohnung genügte den individuellen Ansprüchen nicht, war nicht komfortabel genug. Zudem wollten die Asylbewerber gerne Wohnungen mit vier oder mehr Zimmern. So große Wohnungen sind aber im Bestand der kommunalen Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) kaum vorhanden, erklärt das Unternehmen.

 

Laut einem Bericht der LWB haben Bewohner Leipziger Flüchtlingsunterkünfte in den vergangenen neun Monaten rund 370 Wohnungsanfragen gestellt. Dabei seien lediglich 30 Mietverträge zustande gekommen. 1.972 „Flüchtlinge“ leben aktuell in den Gemeinschaftsunterkünften der Stadt Leipzig. Die SPD-regierte Stadt möchte gerne alle mit einer Wohnung versorgen. Im Juni war Ähnliches von einer Asylbewerberunterkunft aus Frankfurt/Main berichtet worden. Dort hatten Asylbewerber einer Unterkunft gegen ihre Unterbringung protestiert. Die Einwanderer hatten sich unter anderem über zu schlechtes W-LAN, zu geringe Stromkapazitäten, zu kleine Wohnungen und zu wenig Privatsphäre beschwert.

 

Die Forderungen von Kostgängern muten vor dem Hintergrund der sozialen Not unter Einheimischen in unserem Land befremdlich an. Derzeit fehlen mindestens zwei Millionen Wohnungen in Deutschland. Die Mieten steigen fast doppelt so schnell wie die Einkommen. Der Konkurrenzkampf um Wohnraum wird zunehmend dramatischer. Der grüne Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer, bringt die ganze Absurdität auf den Punkt, wenn er klarstellt, er sei rechtlich verpflichtet, für die „Flüchtlinge“ zu bauen, aber nicht dazu, für die länger hier Lebenden eine Wohnung bereitzustellen. Das entspricht leider der deutschen Rechtswirklichkeit.

 

In Deutschland gibt es mindestens 1,2 Millionen obdachlose Menschen und fast 17 Prozent aller Rentner müssen in „Altersarmut“ ihre Tage fristen. Auf der anderen Seite leistet sich Deutschland „ausländische Gäste“ für rund 50 Milliarden Euro - Jahr für Jahr. Diese Summe im Inland investiert und es gäbe weder Obdachlosigkeit noch Altersarmut in Deutschland. Jeder „Schutzsuchende“ kostet die Bundesrepublik Deutschland 2.500 Euro pro Monat. Demgegenüber sieht diese Regierung offenbar keine Veranlassung, der hier angestammten Bevölkerung gleichwertige Hilfe angedeihen zu lassen und sie vor sozialem Elend und existenzieller Not in Form von Obdachlosigkeit zu schützen.

 

Während die Plätze in den Notunterkünften bereits seit Jahren nicht mehr ausreichen und die Zahl dieser Plätze auch nicht dem Bedarf abgepasst werden, wird für sogenannte „Flüchtlinge“ de facto ein komplettes Bauprogramm unter Änderung wesentlicher gesetzlicher Bestimmungen aufgelegt. So sitzen Zuwanderer im Winter in gut geheizten Stuben, während unsere Obdachlosen beißender Kälte, Krankheiten, entwürdigenden hygienischen Umständen sowie Gefahren für Leib und Leben ausgesetzt sind. In unserem Land sind die Verhältnismäßigkeiten gefährlich ins Ungleichgewicht gerutscht…

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