Ist Grünen-Hermann noch bei Trost?

Zwei Drittel junger Syrer Analphabeten – Ausbildung zu Lokführer?

 

Grün heißt Träumen. Saubere Flüsse, grüne Wiesen. Alle Menschen sind gleich. Sein Geschlecht kann man sich heraussuchen. Nicht der liebe Gott schuf Mann und Frau. Der neomarxistische Grünen-Gutmensch macht das selbst. Der Strom kommt aus der Steckdose, deshalb brauchen wir weder Atomkraft noch Kohle. Der Wind, der Wind das himmlische Kind wird´s schon richten. In grünen Seelen strahlt immer die Sonne, warum nicht auch auf Solarzellen? Autos? Nein danke! Es könnte alles so schön (grün) sein, wenn, ja wenn da nicht immer die blöden Fakten wären. Baden-Württembergs Verkehrsminister Hermann, Grüner durch und durch, träumt deshalb auch gerne, natürlich Grün.

 

Szenenwechsel. In Deutschland gibt es die Bahn, selten pünktlich. Schlimmer noch: Der Bahn fehlen aktuell 1 000 Lokführer. Tendenz steigend, weil die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand gehen. Da kam Hermann die Idee, sogenannte „Flüchtlinge“ zu Lokführern auszubilden! Ein neuer Grüner Traum für eine neue bessere grüne Welt! Integration à la Jim Knopf und Lukas! Grün sein, frei sein, immer moralisch erhaben auf der „richtigen“ Seite stehen und träumen dürfen, von „Flüchtlingen“ auf dem Lok-Führerstand.

 

Wenn da nur nicht wieder die blöden Fakten wären. Die liefert im konkreten Fall Prof. Dr. Ludger Wößmann, Leiter des ifo Zentrums für Bildungsökonomik an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München: Wößmann belegt anhand von Untersuchungen der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), die die Schulbildung in insgesamt 81 Ländern miteinander vergleichen, unter ihnen auch Staaten wie Syrien oder Albanien, dass in Syrien 65 Prozent der Schüler nicht den Sprung über das, was die OECD als Grundkompetenzen definiert, schaffen. In Albanien liegt die Quote bei 59 Prozent – gegenüber 16 Prozent in Deutschland

 

Den zwei Dritteln der jungen Syrer, die nach internationalen Bildungsstandards als funktionale Analphabeten gelten müssen, wird laut Wößmann zumeist die nötige Ausbildungsreife für die deutschen Betriebe fehlen.

 

Das heißt, so Wößmann weiter, dass zwei Drittel der Schüler in Syrien nur sehr eingeschränkt lesen und schreiben können, dass sie nur einfachste Rechenaufgaben lösen können. Und das bedeutet, dass diese Schüler in Deutschland - selbst wenn sie Deutsch gelernt haben - kaum dem Unterrichtsgeschehen folgen können. Vom Lernstoff her hinken syrische Achtklässler im Mittel fünf Schuljahre hinter etwa gleichaltrigen deutschen Schülern hinterher.

 

Bei den vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) veranstalteten Befragungen der Zuwanderer sind die erteilten Antworten Selbstauskünfte. Die meisten Flüchtlinge haben zwar ein Handy, jedoch keine Unterlagen, die den vorgegebenen Bildungsstand belegen können. Diese Selbstauskünfte sind keine tatsächlich erhobenen Kompetenzen. Da geben laut Wößmann die Menschen oft mehr an, weil sie hoffen, dass sie bessere Chancen bekommen. Darüber hinaus ist die Befragung freiwillig, und nur rund die Hälfte hat überhaupt geantwortet - das dürfte die Angaben deutlich verzerren.

 

Außerdem beziehen sie sich auf den Besuch, nicht aber den Abschluss eines Bildungsganges. Und schließlich gibt es Unterschiede bei der Qualität der Bildung. Das Bildungsniveau syrischer Schüler beispielsweise liegt im Durchschnitt vier bis fünf Jahre hinter dem deutscher Schüler zurück. Unter diesen Umständen wundern Zahlen der Handwerkskammer für München und Oberbayern nicht, die zeigen, dass 70 Prozent der Menschen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak ihre Berufsausbildung innerhalb von zwei Jahren abgebrochen haben. Es wird also für viele schwierig sein, auf dem Arbeitsmarkt anzukommen.

 

Die Ausbildung zum „Triebfahrzeugführer“ dauert rund zehn Monate. Erwartet wird von Bewerbern, dass sie mindestens 20 Jahre alt sind, über einen Haupt- oder Realschulabschluss (natürlich nach deutschem Standard) und über nachzuweisendes technisches Grundverständnis verfügen oder eine berufliche Vorbildung besitzen. Fließend deutsch sprechen, lesen und schreiben zu können ist selbstverständliche Voraussetzung, häufig wird der Besitz von Führerschein und eigenem Auto erwartet.

 

Integration à la Jim Knopf und Lukas wird angesichts der Fakten weitgehend ein Grüner Traum bleiben, tut uns leid Herr Hermann. Man fragt sich aber trotzdem, ob der Grüne Verkehrsminister noch recht bei Trost ist oder nur seine Grüne Gutmenschen-Klientel mit neuen Fantastereien füttern wollte? Wen nur die blöden Fakten nicht wären. Ohne die Realität könnte die Welt doch sooo grün sein….

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