Multiresistente Keime von Asylbewerbern eingeschleppt

Zahl der Tuberkulose-Fälle wächst – Schon über 100 Ansteckungen

 

Die Zahl der Tuberkulose-Fälle in Bad Schönborn (Landkreis Karlsruhe) nimmt zu: Mittlerweile haben sich 109 Menschen angesteckt. Nachdem es in der vergangenen Woche an der Michael-Ende-Gemeinschaftsschule neue Blutuntersuchungen wegen der Tuberkulose-Fälle gegeben hatte, ist jetzt klar, dass „eine nicht unbeträchtliche Anzahl“ an weiteren Schülern den Tbc-Erreger trägt, heißt es beim Gesundheitsamt Karlsruhe. Noch lägen nicht alle Ergebnisse vor. Tuberkulose steht auf Platz eins der tödlichsten bakteriellen Infektionskrankheiten weltweit.

 

In Bad Schönborn sind nun 56 Schüler der Jahrgangsstufe acht - in der der erste Fall diagnostiziert worden war - infiziert. Das sind 88 Prozent aller Schüler. Das Gesundheitsamt Karlsruhe spricht von einer „hohen Zahl“. Bei einigen von ihnen war schon nach den ersten Untersuchungen vor einigen Wochen klar, dass sie infiziert sind. Zwei der Achtklässler sind inzwischen auch erkrankt. Die ersten beiden Fälle waren Mitte Juli an der Michael-Ende-Gemeinschaftsschule und der Franz-Josef-Kuhn-Grundschule aufgetreten, wenig später hatten sich bereits fast 50 weitere Schüler angesteckt.

 

Sorge bereitet den Medizinern die Tatsache, dass die Zahl der Tbc-Fälle mit multiresistenter Tbc (MDR-TB) in den vergangenen Jahren pro Jahr durchschnittlich um 20 Prozent zugenommen hat. Die Chance auf eine Heilung beträgt in diesen Fällen nur etwa 50 Prozent. Forscher des Forschungszentrums Borstel haben jetzt entdeckt, dass Migranten einen Tuberkulose-Erreger nach Europa einschleppen, der gegen die herkömmliche Antibiotika-Therapie multiresistent ist.

 

Seit Beginn der muslimischen Masseninvasion nach Deutschland hat es immer wieder Berichte über exotische Krankheiten gegeben, die eigentlich als ausgerottet galten. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) gab es 2016 in Deutschland 5. 915 Tuberkulose-Neuerkrankungen. Die Fallzahlen liegen rund ein Drittel höher als im Jahr 2014. Im Jahr 2017 waren es immer noch 5.486 Neuerkrankungen. Der Tuberkulose-Bericht des RKI von 2017 (veröffentlicht im Oktober 2018) stellt fest:

 

Die Analyse nach Geburtsland zeigt, dass der Anteil der im Ausland geborenen Patienten in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen ist und fast rund drei Viertel aller registrierten Falle von Neuerkrankungen ausmacht. Bei jungen Erwachsenen war dieser Unterschied besonders groß. Insgesamt 31,9 Prozent aller Erkrankten hatten die deutsche Staatsangehörigkeit, aber 68,1 Prozent waren ausländische Staatsangehörige. Die erkrankten ausländischen Staatsangehörigen waren im Schnitt 27 Jahre alt, deutsche Patienten 60 Jahre. Zu den 2017 am häufigsten angegebenen Geburtsländern der Tbc-Infizierten zählen Eritrea und Somalia.

 

Die aktuellen Zahlen könnten nur die Spitze des Eisbergs sein, stieg die Zahl der Tuberkulosekranken doch von 4 488 in 2014 auf 5 915 in 2016 um satte 30 Prozent. Deshalb schätzen viele Ärzte die tatsächlichen Zahlen höher und vermuten, dass das Robert Koch Institut die Gefahr herunterspielt, um keine Stimmung gegen „Flüchtlinge“ anzufeuern.

 

Behandlung eines Tbc-Infizierten kann bis zu 200.000 Euro kosten

 

Die Behandlung der Tuberkulosepatienten - drei Viertel von ihnen sind Ausländer - ist äußerst kostspielig. „Diese Patienten kosten medikamentös richtig Geld. Da gehen wir auch wieder in die 10.000 bis 12.000 Euro pro Monat mal 18 Monate. Da sind schnell 200.000 Euro beieinander. Die Politik reagiert sehr verhalten darauf, dass es uns gibt. Die wollen uns eigentlich am liebsten nicht sehen, weil wir problematische Patienten haben mit einer problematischen Krankheit, die eigentlich schon vergessen ist“, erläuterte der langjährige Chefarzt des Bezirkskrankenhauses 1 im bayrischen Parsberg, der Lungenfacharzt Dr. Ralf Mütterlein. Die Klinik ist einzigartig in Deutschland.

 

Hinter Mauern sollen Lungenkranke, meist Asylbewerber, geheilt werden, die sich nicht freiwillig in Quarantäne begeben. Grundlage der Einweisung ist ein richterlicher Beschluss. Die Tuberkulosepatienten sollen von der Allgemeinheit ferngehalten werden. Dr. Mütterlein geht davon aus, dass mindestens zehn Prozent der Asylbewerber oder Immigranten eine Tuberkuloseinfektion nach Deutschland „mitbringen“.

 

Auch andere Krankheiten eingeschleppt

 

Tbc ist nicht die einzige nach Europa und Deutschland wiederkehrende Krankheit. Im Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten heißt es: „Durch den vermehrten Zuzug von Asylsuchenden sowie zum Teil durch deren Screening werden Krankheiten, die in den Herkunftsländern häufiger auftreten, auch im deutschen Meldesystem häufiger erfasst, beispielsweise Hepatitis B, HIV, Malaria und Tuberkulose. Hier kann ein Teil des Anstiegs der Fallzahlen in den Jahren 2015/16 im Vergleich mit den Vorjahren vermutlich zu einem gewissen Anteil auf die Migrationsbewegungen zurückgeführt werden.“

 

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