Nahles kokettiert gern mit Katholizismus

Gegen AfD-Antrag: SPD versagt weltweit verfolgten Christen Hilfe

Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles ist bekannt dafür, mit ihrem Katholizismus öffentlich zu kokettieren – am liebsten vor der malerischen Kulisse der romanischen Baukunst aus der Salierzeit der Benediktiner-Abtei Maria Laach. So führte sie natürlich auch das ZDF-Sommerinterview an geweihter Stätte. Oft komme sie dorthin, gab sie dem ZDF zu Protokoll. Im Hintergrund in strahlendem Sonnenschein ragt die sechstürmige Klosterkirche des Laacher Münsters ins Bild.

So schön, so gut. Nur: Für katholische Christen zählt aber die Tat. Nur die Tat. Im ersten Johannes-Brief heißt es: Kinder, lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern in Tat und Wahrheit (1 Joh 3,18 – Elberfelder Bibel). Was nun Frau Nahles? Warum versagen sie den weltweit verfolgten Christen ihre Hilfe? Wer in der idyllischen Geborgenheit von Maria Laach aus wahltaktischem Kalkül den Klerikal-Effekt inszeniert und dann gegen den AfD-Antrag für ein größeres Engagement der Bundesregierung gegen die Verfolgung von Christen votiert (so geschehen im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestages), wirft Fragen auf.

Die AfD hatte die Bundesregierung unter anderem aufgefordert, jährlich einen Bericht zur weltweiten Lage der Religions- und Weltanschauungsfreiheit zu erstellen, der insbesondere auf die Lage der christlichen Minderheiten eingehen soll. Außerdem sollten in Bezug auf Staaten, in denen Christen diskriminiert und verfolgt würden, Entwicklungsmittel gekürzt, Finanztransaktionen eingeschränkt, die politische Führung sanktioniert und Flüchtlingskontingente für verfolgte Christen eingeführt werden. Es müsse zentraler Teil der deutschen Außenpolitik werden, dass wir für die Christen in der Welt Partei ergreifen, sagte der Vertreter der AfD-Fraktion im Ausschuss. 

Eine Nahles-Abgesandte im Ausschuss bemerkte dagegen, es sei eine Selbstverständlichkeit, sich gegen Verfolgung von Christen zu wenden, im AfD-Antrag fehle der größere Rahmen, der darin bestehe, gegen jegliche Verfolgung wegen eines Glaubens einzutreten. Ach so, der größere Rahmen und eine Selbstverständlichkeit. So selbstverständlich ist die Sache freilich nicht, denn weltweit gibt es 200 Millionen Christen, die nur wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Größer kann der Rahmen wohl nicht sein. Ob im Nahen Osten oder den sozialistischen Staaten Asiens, die Christenheit ist von Diskriminierung, Vertreibung und Mord bedroht. Wir erleben derzeit die größte Christenverfolgung, die es je auf dieser Welt gegeben hat.

Das Christentum ist die am meisten verfolgte und diskriminierte Religionsgemeinschaft weltweit. Das zeigen unzählige Untersuchungen. So wird beispielsweise laut einer Studie die Religionsfreiheit von Christen in über 128 Ländern eingeschränkt. In 94 Staaten sind sie zudem gesellschaftlichen und in 97 Ländern staatlichen Anfeindungen ausgesetzt Christen werden insbesondere in kommunistischen und islamischen Ländern diskriminiert, ausgegrenzt und verfolgt.

Also Frau Nahles, nochmal: Was nun? Sich als engagierte Christin zu inszenieren, aber den anderen Christen, die in aller Welt verfolgt werden, die Hilfe zu verweigern, passt nicht zusammen. Wie heißt es in der Bibel, nur die Tat zählt. Und: Christen sind zur Wahrheit verpflichtet. Wer aus ideologischen Gründen einen Antrag ablehnt, der Christen helfen soll, nur, weil er von der AfD kommt, handelt nicht christlich. Wer Ideologie über den Glauben stellt, heuchelt. Im Volksmund nennt man diese Menschen „scheinheilig“. Genau das ist Andrea Nahles, eine Scheinheilige. 

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