UN-Klima-Bürokraten in Kattowitz

„Internationale Klimapolitik verteilt de facto das Weltvermögen um“

„Ja wo tagen sie denn, ja wo tagen sie denn?“ – Dieses Mal nicht in Kyoto, Kopenhagen oder Paris, nein im polnischen Kattowitz in Südschlesien. Das Tagungsmotto könnte lauten: „Gutmenschen aller Welt vereinigt Euch“. Es braust ein Ruf wie Donnerhall, erhört von 30 000 Teilnehmern, die zum Welt-Klima-Zirkus der Vereinten Nationen anreisen. 2 000 Nicht-Regierungs-Organisationen sind bei der 24. UN-Klimakonferenz (COP24) akkreditiert. Das Spektakel dauert zwei Wochen. Nicht weniger als das Klima zu ändern, lautet das hehre Ziel. 

Auch in Kattowitz ist es wie immer. Der drohende Weltuntergang wird im Vorfeld beschworen und es sei schon fünf nach zwölf. Auch Klima gab es schon immer. Prima-Klima aber nie. In der guten alten Zeit hat man´s genommen, wie es kam. Gutes Wetter, schlechtes Wetter, Winter mit Schnee, mal ohne, Sommer mit Hitze oder mit Regen und so weiter. Designer-Menschen aus dem Reagenz-Glas und Klima-Steuerung – was für eine Hybris einer durchsäkularisierten Welt, in der sich der Mensch selbst als Maß aller Dinge sieht. 

Dazu passt der von Birgit Kelle trefflich formulierte Firlefanz des „Gender-Gaga“, die Idiotie anzunehmen, das Geschlecht des Menschen sei abseits der natürlichen Mann-Frau-Disposition frei wählbar. Von der Fiktion, alles sei steuer- und regelbar lebt ein Großteil der politischen Eliten. Der Mensch schwingt sich auf, Gott-gleich Herrscher über Himmel und Erde sein zu können. 

Wer regeln will, muss sagen was. Das Klima also. CO2 ist als Ursache allen Übels ausgemacht. Was aber belegt, dass Kohlendioxid schuld am Klimawandel ist? Nichts. Dieses Dogma duldet keine Zweifel, Widerspruch zwecklos und Häresie: Menschengemachtes Kohlendioxid führe zur katastrophalen Erwärmung und durch Manipulation des CO2-Gehalts lasse sich das Klima „schützen“. 

Doch was als unerschütterliche Wahrheit streng wissenschaftlich daher kommt, entpuppt sich als geschickte, ja geniale Propaganda, sobald man andere Quellen als die im Mainstream bemüht: Es gibt aus den vergangenen Jahren rund 800 wissenschaftliche Veröffentlichungen, die die CO2-Treibhausthesen widerlegen.

„Alle Parteien der Industriestaaten, ob rechts oder links, werden die CO2- Erderwärmungstheorie übernehmen. Dies ist eine einmalige Chance, die Luft zum Atmen zu besteuern. Weil sie damit angeblich die Welt vor dem Hitzetod bewahren, erhalten die Politiker dafür auch noch Beifall. Keine Partei wird dieser Versuchung widerstehen.“ Dies prophezeite schon 1998 Nigel Calder, der vielfach ausgezeichnete britische Wissenschaftsjournalist, jahrelanger Herausgeber vom „New Scientist“ und BBC-Autor.

Eine Debatte über die wirklichen Ursachen für den Klimawandel gibt es im politischen Deutschland nicht. Da wird einfach erklärt: „Der Ausstoß von Treibhausgasen führt zur Erderwärmung, das ist weitgehend unstrittig“, so Otmar Edenhofer, der Chefökonom und Vizedirektor des Potsdamer Instituts für Klimafolgeforschung (PIK). Internationale Klimapolitik sei keine Umweltpolitik, sagte Edenhofer, schon 2010 in der NZZ. „Wir verteilen durch die Klimapolitik de facto das Weltvermögen um“.

Klima ist ein komplexes, dynamisches und multi-faktorielles System, und diese Systeme lassen sich prinzipiell nicht vorhersagen. Und natürlich wandelt sich das Klima, das hat es schon immer getan. Und ja, wärmer ist es auch geworden. Hatten wir vor kurzem doch noch eine kleine Eiszeit. Menschliche Tätigkeit beeinflusst vieles auf der Erde, auch das Klima. Aber wir Menschen sind nur einer von vielen Faktoren. Absurd ist die Vorstellung, dass ein einziger Parameter, nämlich das durch menschliche Tätigkeit freigesetzte Kohlendioxid, ausreicht, um die globale Temperatur beeinflussen zu können. 

Folgerichtig findet man auch in der geologischen Vergangenheit kaum Perioden, wo Temperatur und Kohlendioxidgehalt im Gleichschritt laufen. Im Übrigen hat ein steigender CO2-Gehalt in der Luft die Vegetation weltweit kräftig zuwachsen lassen. Zudem: Wir haben 0,038 Prozent CO2 in der Luft der Atmosphäre. Vier Prozent dieses 0,038prozentigen CO2-Anteils in der Luft ist ‚anthropogen‘, also vom Menschen verursacht. Das sind 0,00152 Prozent der gesamten Luftmenge 

Der Atmosphärenphysiker Richard Lindzen, vormals Professor für Meteorologie am Massachusetts Institute of Technology (MIT), hat das absurde Theaterstück „Klimapolitik“ jüngst präzise und umfassend in einem Satz beschrieben: „Da haben wir’s. Eine unwahrscheinliche Annahme, gedeckt durch Falschaussagen und ständig wiederholt, ist zu politisch korrektem ‚Wissen‘ geworden und dient dazu, die industrielle Zivilisation umzustürzen.“

In Kattowitz wollen die Klimaschutzbürokraten an die Stelle bloßer Absichten klare Regeln setzen. Aus „weichen Absichtsbekundungen“ entstünde dann „schnell hartes Recht“. So formulierte es der Völkerrechtler Matthias Herdegen jüngst – allerdings bezogen auf die derzeit aktuelle Diskussion um den ach so unverbindlichen Migrationspakt. Parallelen sind unverkennbar.

Viele der Vertragsstaaten der Pariser Klimakonferenz von 2015 sehen offenbar die Dringlichkeit eines „Klimaschutzes“ eher weniger vorrangig. Augenscheinlich dämmert es so mancher Regierung, dass CO2-Abgaben, Steuererhöhungen oder steigende Strompreise schädlich für Wirtschaft und Gesellschaft sind. Die amerikanische Regierung hat sich deshalb schon vom Paris Abkommen verabschiedet. Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron muss derzeit erleben, welche soziale Brisanz teure Maßnahmen zum sogenannten Klimaschutz entfalten.

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